christian b.

CBar3CBar1
Bis zu meiner jetzigen Bezzera BZ10 war es ein langer Weg.

Irgendwann vor einigen Jahren bin ich in den Besitz einer kleinen Siebträgermaschine der Marke Krups gekommen. Mit gekauften und gemahlenen Espresso und ohne jegliches Wissen ließ sich aber wirklich nichts Trinkbares daraus zaubern. Also wanderte das gute Stück erst einmal in den Schrank.

Dann dachte ich mir muß es ein Vollautomat richten. Der macht halt alles vollautomatisch und was zählt ist was unten rauskommt. Ich habe mich dann aufgrund des Budgets für eine Saeco Vienna entschieden. Mit den Aufgaben steigt auch das Interesse und so bin ich im Internet auf das Kaffeenetz gestossen. Anfangs war ich auch recht zufrieden. Mit der Zeit und vielem lesen stiegen aber die Ansprüche. Leider konnte man, was ich jetzt merkte, am Vollautomaten nicht besonders viel selber einstellen. Alles was man so im Kaffeenetz gelesen hatte bezog sich auf Siebträger.

Dann fiel mir ein, dass ich ja noch meine alte Krups-Maschine im Schrank hatte. Mit meinem angelesenen Wissen startete ich einen neuen Versuch einen Espresso hinzubekommen. Die große Sauerei von damals blieb aus, das Ergebnis war ebenfalls etwas annehmbarer als früher. Aber aus der Saeco schmeckte der Cappucino doch noch besser. So blieb es knapp zwei Jahre beim Vollautomaten.

Bis irgendwann wieder der Punkt kam, an dem es doch eine Siebträgermaschine sein sollte – aber alles im preislichen Rahmen. Über ebay bin ich dann auf eine bezahlbare neue Gaggia Baby D gestossen. Und ich wusste ohne Mühle wird mir auch hiermit kein Erfolg gelingen. Bei einem örtlichen Händler bin ich auf eine Demoka 203-Vorführmühle für einigermaßen erschwingliches Geld gestossen.

Es folgte dann noch ein gescheiter Tamper und es konnte losgehen. Nach anfänglichen Getränken für den Abfluß wurden die Resultate immer besser. Ich muß aber auch zugeben, daß mir über die Jahre sehr unterschiedliche Getränke gelungen sind. Von für meinen Geschmack Top-Espressi/Cappucinos bis zu welchen die man gleich am besten wegschüttet. Ich war sogar, vor gar nicht langer Zeit, wieder kurz davor meine alte Saeco Vienna aus dem Keller zu holen. Es hat einfach zu dem Zeitpunkt genervt, die Maschine vorzuheizen, zu mahlen danach wieder alles sauber zu machen für einen Espresso/Cappucino der einfach nur schlecht war.

Dann kamen natürlich die Schuldzuweisungen, für mich war die Maschine schuld: zu klein, keine Temperaturstabilität usw.. Konnte ja auch nicht funktionieren wenn man sich die ganzen großen Maschinen im Internet anschaute. Dann habe ich erst einmal eine Woche Pause gemacht und alles noch einmal überdacht. Alle Parameter überprüft, wie Wassermenge(wieviel sind wirklich 30 ml), Kaffeemenge, Mahlgrad, Temperatur usw.. Und man wundert sich, wie schnell man doch von den passenden Angaben abweicht. Ab diesem Zeitpunkt sind mir zu 90% reproduzierbare und gute Espresso/Cappucinos gelungen und ich war wieder glücklich.

Gegen Ende letzten Jahres habe ich dann gemerkt, dass ich immer öfters im Internet nach anderen Maschinen gesucht habe. Früher hatte ich als Upgrade immer mal eine „Silvia“ im Auge. Aber ich dachte mir wenn schon, dann kann es auch ein paar Euro mehr sein. Also blieb ich irgendwann bei einer Vibiemme Domobar hängen. Eigentlich schwankte ich nur noch zwischen der Nero und der Inox. Durch weiteres stöbern im Kaffeenetz kam dann auch mal der Gedanke an einen Zweikreiser dazu. Der Verzicht auf das ständige Hochheizen und Abkühlen für den Milchschaum reizte schon. Ich wußte ja, daß ich arge Probleme mit meiner Gaggia hatte zwei Cappucinos, geschweige denn drei relativ gleichzeitig zu machen.

Nach weiteren Internetrecherchen bin ich dann auf die Bezzera BZ07 und BZ10 gestossen. Der preisliche Unterschied zur Domobar war gar nicht mehr so groß. Also weiter hin und her überlegt. Ist schon viel Geld für eine Kaffeemaschine und gelingt mir damit hinterher vielleicht sogar nicht einmal so guter Espresso wie mit meiner jetzigen Maschine? Also habe ich erst einmal vorsichtig bei espresso-prego angefragt, die ich von vielen Beiträgen aus dem Kaffeenetz kannte. Nach einigen netten mails habe ich mir dann nach vielen und langem Überlegen den Ruck gegeben und die BZ10 bestellt.

Nach zwei Wochen Warten, die Maschine hatte noch den Weg aus Italien vor sich, traf sie dann gut verpackt bei mir ein. Und ich muss sagen ich bin begeistert. Die BZ10 sieht im Original noch viel besser und wertiger aus als auf den ganzen Bildern. Schnell noch einmal die Inbetriebnahme-Anleitung von espresso-prego durchgelesen und der erste Cappucino war schon top. Was bisher auch so geblieben ist. Die Möglichkeit, des gleichzeitigen Kaffeebezugs und Milchschäumens möchte ich nicht mehr missen. Jetzt macht das Zubereiten

der Getränke wieder richtig Spaß. Nun geht es noch weiter ans Feintuning, damit z.B.auch aus dem Einersiebträger gescheite Espressi kommen(klappt immer besser).

Geschmacklich bin ich jedenfalls zufrieden. Letzte Woche habe ich von einem Nachbarn einen

Cappucino aus seinem Jura-Vollautomaten bekommen und danach habe ich mir einen auf der BZ10 gemacht. Ich muß sagen das sind zwei unterschiedliche Getränke. Welcher (mir) besser schmeckte muß ich wohl nicht sagen. Wenn man sich die massiven Teile der Bezzera Brühgruppe ansieht und dagegen die eines Vollautomaten sind das wirklich zwei unterschiedliche Welten. Nichts gegen Vollautomaten, die haben auch ihren Sinn und Zweck.

Ich habe die langüberlegte Investition und das Upgrade jedenfalls nicht bereut und würde es jederzeit wieder so machen. Ich bin auch froh, daß ich für meine Belange einen Zweikreiser genommen habe. Der Mehrwert ist auf jeden Fall vorhanden. Und ich denke mit espresso-prego habe ich auch den richtigen Händler gefunden.

Danke fürs Lesen!
 

Zurück zur Auswahl