jürgen h.

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Grund für die Anschaffung einer Siebträgermaschine war der Wunsch nach mehr Kaffeegenuß. Angefangen hat das Ganze damit, daß ich von einem mit vorgemahlenem Kaffeepulver mit einer „deutschen“ Kaffeemaschine produzierten Kaffee mehr und mehr genug hatte. Der Umstieg auf handgebrühten Kaffee ging recht schnell und war schonmal ein Fortschritt. Auch die Verwendung von hochwertigen (aber immer noch vorgemahlenen) Kaffeebohnen brachte Verbesserung. Auf der Suche nach weiteren Verbesserungsmöglichkeiten stieß ich recht schnell im Internet auf Kaffee-Foren (Kaffee-Netz z.B.). Dort „lernt“ man recht schnell, daß der „ultimative“ Kaffeegenuß nur durch eine Siebträgermaschine mit einer guten Kaffeemühle zu erreichen war.

Etwas an der Aussage zweifelnd, habe ich mich nach langem Ringen dazu entschlossen, doch mal eine einfache Siebträgermaschine und eine günstige Kaffeemühle zu kaufen: Eine Gaggia Evolution und eine Solis Scala 166. Damit versuchte ich mich 2 Jahre lang, sammelte einiges an Erfahrungen, probierte diverse Bohnen von verschiedene Kleinröstern aus, und im Laufe der Zeit gelangte ich zur Erkenntnis: Ja, bester Kaffee ist so durchaus möglich… aber es ist schwierig und nicht ohne Aufwand.

„Leider“ bekamen auch meine „Mädels“ (Frau und zwei Töchter) so langsam Geschmack an diversen Kaffee-Milch-Mix-Getränken (Cappuccino, Latte Machiato), und die kleine Gaggia stieß mit ihrem kleinen Einkreiser-Boiler sehr häufig an ihre Grenzen. Es mußte also was Größeres her. Als erstes mußte die Solis Scala daran glauben und wurde durch eine günstig erworbene Mazzer Mini Timer abgelöst, die bald auf Direktmahler umgebaut wurde. Schonmal nicht schlecht, aber welche Kaffeemaschine sollte es dann noch werden?

Kurze Überlegungen, zunächst in Richtung Rancilio Silvia aufzurüsten, wurden recht schnell wieder verworfen: Auch eine Silvia ist „nur“ ein Einkreiser. Die Suche ging also weiter, in Richtung „billige“ Zweikreiser: Eine Nuova Simonelli Oscar vielleicht? Aber da wir häufig zum Frühstücken heißes Teewasser brauchen, war auch diese Idee schnell verworfen: Eine Oscar hat keinen Heißwasserauslauf.

Tja… die nächst größere Kategorie war dann Bezzera mit ihren BZ07 und BZ10 Maschinen. Von den Funktionen her haben diese Geräte alles, was ich (bzw. wir) „brauchen: Zweikreiser, Heißwasser, Druckanzeige, großer Tank, sehr schönes Design, einrastender Dampfhebel, einfache Bedienung (im Vergleich zur Gaggia Evolution).

Nach längeren Überlegungen (vielleicht doch weniger Geld ausgeben für einen Einkreiser? Und dann später nochmals „aufrüsten“? Unsinn… gleich das Richtige kaufen ist in der Summe günstiger!) wurde es dann schlußendlich eine BZ10.

Tja, und nun steht sie seit Anfang Februar in der Küche, ist wunderbar anzusehen, nach 10 Minuten morgens betriebsbereit, wir sparen uns einen Wasserkocher und vor allem: Sie macht wunderbaren Kaffee! Einen Streßtest mit 4 Cappuccinos und 2 Latte Macchiatos letztes Wochenende hat sie mit Bravur überstanden. Das Milchaufschäumen geht sehr viel einfacher als an der Gaggia Evolution, die Ergebnisse der Espressi sind sehr gut und vor allem immer wieder ähnlich gut (wenn der Bediener alles richtig gemacht hat, natürlich).

Wir sind zufrieden, und darauf kommt es doch an: Sich nicht mit Unzulänglichkeiten abzufinden, sondern einmal in was richtig Gutes investiert zu haben und dann das Leben damit genießen zu können.
 

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